Über mich


Photo:  Heidrun Kirchgeßner
Photo: Heidrun Kirchgeßner

Wie beeinflussen die 80er Jahre das Schaffen eines Musikers im 21. Jahrhundert? Was macht es mit einem Teenager, täglich einem Klavier ausgesetzt zu sein? Wie viel kann ein Musikstudium in den 00er Jahren noch retten? Und was macht es mit einem Menschen, ein Jahrzehnt lang nahezu jeden Abend angeschrien zu werden?

Falls das Fragen sind, die Sie sich häufiger stellen: hier finden Sie die lebende Antwort, den empirischen Nachweis, dass ein Leben danach, ja sogar ein künstlerisches Schaffen möglich ist. Aufgewachsen an der badisch-schwäbischen Grenze prägte die daraus entstehende Dialektik und Zerrissenheit den Charakter des Heranwachsenden aus dem Hause Lingenfelser. Gesungen wurde immer und im instrumentenfähigen Alter wurde nach den Worten "Ich lerne Klavier oder gar nichts" als neues Möbel ein Klavier angeschafft statt der üblichen Blockflöte. Später kamen ein Cello und, als das zu klein wurde, ein Kontrabass hinzu. 

Die vielen Stunden der Pendelei nach Karlsruhe zum Badischen Konservatorium für diverse Unterrichte führten zur Erkenntnis, dass ein Umzug in selbige zum Studium der Musik hilfreich sei und so mühten sich verschiedene Lehrer, Professoren und Dozenten den Kopf anzuregen und die Finger geordnet auf Saiten und Tasten prasseln zu lassen.  Mit unterschiedlichem Erfolg. 

einige meiner musikalischen "Lehrer":

Klavier: Prof. Dr. Tatubaeva Saule, Ulrike Meyer 

Kontrabass: Prof. Wolfgang Güttler

Gesang: Prof. Holger Speck, Catherine Sadolin

 Musiktheorie: Prof. Dr. Ulrich Michels, Prof. Peter-Michael Riem, Prof. Toni Völker, Prof. Michael Reudenbach


Der Gesangverein Freundschaft Harmonie Oberderdingen und Swingin' Gondelsheim beim Chorfestival der Stadt Bretten
Photo: Stephan Löber, Gemischter Chor des Gesangverein Freundschaft Harmonie 1880 e.V. Oberderdingen Kooperation mit Swingin' Gondelsheim beim Chorfestival der Stadt Bretten unter dem Motto "Film - Pop - Schlager"

Heraus kam beim Studium des künstlerischen Lehramts weniger Lehramt denn Künstler mit pädagogischer Mission. Nach Abschluss des Studiums wurde die Korrepetition verstärkt und mit der Chorleitung einiger Laienchöre in der Region Kraichgau aufgenommen. Und damit es nicht langweilig wurde eine Mischung aus Männerchören, gemischten Chören, Kinderchor und Jugendchor. Es fehlt nur ein Frauenchor. Und natürlich divers (welche Stimmgruppen gibt es dort eigentlich?). Offenheit ist eine große Stärke und man weiß nicht, was die Zukunft bringen wird.

Photo: Jackie Hole - Duett mit Elisabeth Wukitsevits "Say Something" beim Konzert der CVT-Class 2015
Photo: Jackie Hole - Duett mit Elisabeth Wukitsevits "Say Something" beim Konzert der CVT-Class 2015

Um stimmlich selbst besser aufgestellt zu sein fielen von 2014-2017 etliche Reisen nach Kopenhagen an mit dem Ergebnis "zertifizierter CVT-Lehrer". Die Complete Vocal Technique ist auf übersichtliche Art und Weise in der Lage einem/einer SängerIn zu zeigen, wie schlecht die eingesetzte Technik eigentlich ist. Genau das Richtige für einen selbstbewussten angehenden Kabarettisten. 

Dermaßen zurechtgestutzt kam nach vielen Jahren des Liederschreibens und auf der Bühne stehens das erste eigene Klavierkabarett dazu, also mit auf die Bühne: "einmal mit, einmal ohne". Lieder schrieb der Verfasser dieser Zeilen seit 20 Jahren, am Anfang noch ohne Text, also Musik zu Texten für etliche Kabarettprogramme. Dann kamen die Texte dazu, es wurden mehr und mehr, die Schubladen füllten sich und heraus quollen die Kalenderblätter, Wochenblätter und noch mehr Soloprojekte (Wochenblätter Erster Teil und Zweiter Teil). Manche Programme harren bis heute der Uraufführung.